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2008January31
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Neu auf dem Bücherstapel

In der alteingesessenen ortsansässigen Buchhandlung auf dem Abverkaufstisch zwei Bücher erstanden. Schon klar, warum sie verscherbelt werden.

Dortmund - Bombenkrieg und Nachkriegsalltag 1939-1948 von Gerhard E. Sollbach (Hg.), Verlag Lesezeichen 1996. Gekauft wegen der schwer begreiflichen Fotos komplett zerbombter Viertel, neben denen die Hochöfen und Kokereien bollern und die Schlote qualmen, als sei nichts gewesen. Für ärgerlich befunden wegen der geschmäcklehaltigen Bildunterschriften von den "ehrlichen und grundanständigen Dortmunder Bürgern" und den "plündernden ehemaligen Fremd- und Zwangsarbeitern".

Die Thyssens - Tragödie der Stahlbarone von Thomas Rother, Campus Verlag 2003. Gekauft um zu schauen, ob der erste Eindruck stimmt, also ob es wirklich pathosbeladener Schund ist, dem man aber querlesend zumindest einige Fakten entnehmen könnte. und weggeschmissen, da wirklich unsäglicher Mist.

Und dann ist da noch das Galore-Sonderheft Dortmund. Untertitel: Geschichten über Dortmund und die Menschen dieser Stadt; Inhalt: Interviews plus redaktionelle Beiträge. Bei der Redaktion muss der Eindruck vorherrschen, Deutschland denke, daß das Ruhrgebiet noch so aussieht, als käme der Strukturwandel erst noch. Ansonsten saubere Werbetexte für den von der Lokalpolitik propagierten "neuen Dreiklang IT + Mikrotechnik + Logistik".

Entry first published 2009-05-18 01:00, last edited 2009-05-18 01:00
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