Endlich schön
Eine "positive, emotionale Grundstimmung" sollen sie schaffen, die neuen Brücken, die auf der Radweg werdenden ehemaligen Roheisentransportstrecke in Dortmund-Hörde die soliden Hoesch-Brücken ersetzen. Gestern wurden die beiden Stahlbrücken über der Faßstraße abgerissen, die kleine Brücke über die S-Bahn, die Betonbrücke über die Faßstraße und kleinere Überwege sind schon weg. Fehlt noch die Hauptbrücke über die DB-Gleise und, nach Inbetriebnahme der neuen Stickstoffpipeline, der Abriss der Rohrleitungen des Gasverbundnetzes, dann ist Hörde schön.
Ebenfalls gestern wurden drei historische Stahlbrücken über den Heiligen Weg abgerissen, auch hier steht Radwerdwerdung auf dem Programm. Der Südbahnhof, zu dem die Brücken gehörten, ist seit den 1960ern zu, im Dritten Reich wurden bevorzugt von hier Dortmunder Juden deportiert; bis vorgestern waren Fußgängertreppen und -rampen vom Heiligen Weg hoch zur Bahnhofsfläche und der Brückenzug weitgehend im Originalzustand zu besichtigen, demnächst ist diese Ecke auch schön.
Bereits jetzt schön ist der Hafen, die Brückensanierung Franziusstraße ist abgeschlossen, die Franziusstraße mit ihrem Charme der verblichenen Wirtschaftswunderzeit selbst wurde erneuert.
Erst Ende Juni wird Bochum schön sein, dann ist offizielle Werksschließung bei Nokia. Am letzten Mittwoch endete die Produktion, Freitag, beim offiziellen Produktionsende, wurden nochmal 30 Geräte für Pressefotos montiert, die Abwicklung beginnt sofort.
Entry first published 2009-05-18 01:00, last edited 2009-05-21 00:50
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