Intellektuelles Versprechen statt Parteienkonsolidierung
Wodurch zeichneten sich die großen Präsidenten dieser Republik aus? Sie waren Männer des Wortes und eigener Überzeugung. Wie Richard von Weizsäcker, den die Katastrophe des Nationalsozialismus geprägt hat und dessen Rede zum 8. Mai einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Schuld und Verantwortung einleitete. Einen Präsidenten, der in vergleichbarer Weise für den Umgang mit der zweiten Diktatur, dem Kommunismus und seinen Folgen steht, hatten die Deutschen noch nicht. Überhaupt hat es bisher außer Václav Havel noch keinen Bürgerpräsidenten für die Nachkriegsperiode gegeben, der mit seiner Person und seinen Werten für den Weg aus dieser Vergangenheit steht.
Für die FAZ ist Gauck nicht nur die Alternative zu einer Katastrophe von Kandidaten, sondern nichts weniger als „der bürgerliche Held, auf den das Land wartet“:
Entry first published 2010-06-05 20:04, last edited 2010-06-05 20:05
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