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"Seltsam, denkt man nach dem Gespräch, dass die große Krise jetzt auch die Überlebenskünstler erreicht hat, die immer Geld hatten, ohne viel zu verdienen. Wir 30-Jährigen gelten seit zehn Jahren als Trendgeneration, und haben doch die ganze Zeit nie gewusst, was das sein soll, eine 'Generation', und wie sich das anfühlt: Teil davon zu sein. Jetzt, da die Wirtschaft am Boden liegt und der Sozialstaat aus dem letzten Loch pfeift, wird dieser Haufen aus atomisierten, höchst individualistischen Individuen zum ersten Mal als Verbund sichtbar. Das Band, das die 30-Jährigen verbindet, besteht aus Angst: Verarmungsangst. Es scheint, als ob es uns nun gemeinsam an den Kragen geht. Der neueste Trend heißt: Keine Kohle."
Sueddeutsche Zeitung:
Vereint im Leid: Die 30-Jährigen als Gemeinschaft wider Willen >
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