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Großer Stapel, langer Eintrag.
FIRMENSCHRIFTEN
Zehn Jahrzehnte Kraftwerk Dortmund 1897 - 1997 (antiq.) Eine Geschichte in Fotodokumenten von Theo Horstmann und Peter Döring, herausgegeben im Auftrag der VEW Energie AG, Dortmund 1997. Ein schöner kleiner gut produzierter Bildband mit runder Bildauswahl und kurzen, präzisen Begleittexten. Gibt es in dieser Qualität nicht für viele Werke. Es wurden 800 Exemplare gedruckt.
Kraftstoff aus deutscher Kohle (antiq.) "Das Benzolgemisch des Deutschen Bergbaues ist B.V.-Aral", und wie es hergestellt wurde, wird in dieser farbig illustrierten Broschüre des Bochumer Benzol-Verbands von 1936 gezeigt. (In der unten erwähnten Merian-Ausgabe werben übrigens Ölmultis mit ihren Kohle-zu-Benzin-Versuchsanlagen von 1980 - in der Fachzeitschrift Stahl und Eisen kann man ihre Wirkungsweise nachlesen, und daß das zwar alles wunderschön funktioniere, sich aber einfach nicht rechne, solange das Barrel Rohöl so weit von der 25-Dollar-Marke entfernt sei. Von unten, versteht sich.)
100 Jahre Niederrheinische Hütte AG (antiq.) 1951 vom Unternehmen herausgegebene Festschrift. In einem älteren Schimanksi-Tatort tauchen die Hochöfen dieser Duisburger Hütte, längst stillgelegt, für einen kurzen Moment im Hintergrund auf, viele Jahre nach den Dreharbeiten dürften sie nicht mehr gestanden haben. Die zugehörigen Möllerbunker wurden erst im letzten Jahr abgerissen, das Drahtwalzwerk wurde von Thyssen und wird jetzt von Mittal weiterbetrieben, aber die Stadt Duisburg wäre die Bude lieber heute als morgen los und pflanzt derzeit auf jeden nicht mehr benötigten Quadratmeter schon mal einen Grüngürtel. Vielleicht wird der Wasserturm erhalten werden, ansonsten werden nur Archivbestände bleiben und Bücher wie dieses.
Im Reiche der Chemie - 100 Jahre BASF (antiq.) "Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart" der Badischen Anilin- & Soda-Fabrik AG in Ludwigshafen sind in diesem großformatigen Schwarzweissband zu sehen, der von niemand Geringerem als Otto Steinert gestaltet wurde. Durchaus sehenswert. (Wer sich für die Geschichte der deutschen Chemieindustrie interessiert, liegt mit dem Hundertjahrpendant der Farbwerke Hoechst AG, Ernst Bäumlers Ein Jahrhundert Chemie, nicht verkehrt.)
Dortmund-Hörder Hüttenunion AG (antiq.) Zwanzigseitige Werbeschrift DIN A4 mit Umschlag im Prägedruck und Übersicht über die Produktionsanlagen und das Fertigungsprogramm, etwa 1955. Mit 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr Rohstahlkapazität und 20.000 Mitarbeitern war der Verbund des Hörder Bergwerks- und Hütten-Vereins in Dortmund-Hörde und der Union AG in Dortmund-Mitte nach dem Krieg Deutschlands größter Stahlproduzent. Da man etwa 10 Jahre später mit Hoesch, dem Stahlriesen in Dortmunds Norden, fusionierte, sind Drucksachen dieses Unternehmens vergleichsweise rar.
Deilmann-Haniel: Anschlussbergwerk Haltern 1/2 (antiq.) Mit dieser Sonderausgabe der Deilmann-Haniel-Zeitschrift "Unser Betrieb" vom September 1985 ist, aus heutiger Sicht, das Thema Nordwanderung und Ende des Ruhrbergbaus umfassend erschlagen. Die Schächte, die vor nur 20 Jahren die große Hoffnung waren, wurden vor einigen Monaten verfüllt, die Tagesanlagen abgerissen.
BILDBÄNDE
Hans-Christian Schink: Verkehrsprojekte Klasse. In gewohnter Hatje Cantz-Qualität.
RUHRGEBIET
Merian August 1980: Ruhrgebiet (antiq.) Den Geist des Reviers, bevor es aufhörte, Revier zu sein, hier kann man ihn spüren. Bevorzugt man kleine Bücherregale, dieses Heft und Roland Günters Im Tal der Könige kaufen. Ggf. mit der aktuellen Ausgabe des Ruhr-Merians vergleichen.
Thomas Parent: DuMont Kunst-Reiseführer Das Ruhrgebiet (antiq.) Die "Kultur und Geschichte im 'Revier' zwischen Ruhr und Lippe" wird DuMont-typisch aus der Warte von 1984 und damit vor Aufkommen der "Industriekultur"-Welle beschrieben.
Kleine Geschichte der Stadt Duisburg (antiq.) "Von den Anfängen bis zu den 80iger Jahren" reicht dieser Rundumschlag aus dem Verlag Walter, dem in der vorliegenden vierten Auflage ein ziemlich nichtssagender Bildteil vorangestellt wurde. Von der Urzeit bis 1945 nimmt die ersten 350 Seiten Text ein, die Nachkriegszeit mit Städtebau, Kultur, Wirtschaft und Industrie die restlichen 60. Muss man als industriegeschichtliche Quelle nicht unbedingt haben.
MANSFELDER LAND
Die Kupferschieferlagerstätte in der Sangerhauser Mulde (antiq.) ist ein Heftchen der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlichter Kenntnisse, 1963 erschienen und DDR-Sachschrift-typisch grundsolide. Beschrieben werden die Vorkommen und die zugehörigen Aufschluss- und Abbaumethoden.
Wie das Geförderte verhüttet wurde, ist dem ebenso soliden Werk Technologie der metallurgischen Industrie (antiq.) von Damerow und Leudert aus dem VEB Verlag Technik Berlin, 1969 in der dritten Auflage erschienen, zu entnehmen. Neben der Kupfer-, Zink- und Bleigewinnung nehmen Eisen und Stahl den Hauptteil dieses Buches ein, in dem nicht nur die Technologien beschrieben, sondern auch die zugehörigen in der DDR vorhandenen Anlagen genannt werden.
800 Jahre Mansfelder Kupferschiefer - Bergbau und Hüttenwesen (antiq.) ist "eine Schrift zum Fest", aber kein Paradebeispiel einer Festschrift: gestalterisch ein einziges Ärgernis, inhaltlich brauchbar; im Bildteil kommen die metallurgischen Anlagen der DDR erwartungsgemäß (zu) kurz. Herausgegeben vom Landkreis Mansfelder Land, Eisleben 1999, 120 Seiten DIN A4.
(Vor einer Fahrt in dieses Revier lohnt ein Blick in den Band 38 der Reihe Werte unter Heimat - Heimatkundliche Bestandaufnahme in der DDR: Mansfelder Land (antiq.) , Akademie-Verlag, Berlin 1982. Liest sich so trocken wie es klingt, dürfte in seiner Fundiertheit aber auch heute der Titel der Wahl sein.)
EISENHÜTTENSTADT
Hans Marchwitza: Roheisen (antiq.) Der Schinken, mit dem der 1890 in Beuthen geborene Arbeiterdichter die Gattung der Aufbauliteratur in der DDR begründete. Inhalt: der Gründungsmythos von Stalinstadt, also Eisenhüttenstadt. Verlag Tribüne, Berlin 1955. (Zum gleichen Thema gibt es beim Aufbau Taschenbuch Verlag von Tilo Köhler den Dreierpack Die Stalinstadt/Die Stalinallee/Die Stalinwerke. Keine Weltliteratur, aber mit einer recht interessanten Auswahl ADN-Fotos. Bei den Sachbüchern sticht das 2000 von der EKO Stahl GmbH herausgegebene Buch Einblicke - 50 Jahre EKO Stahl einsam heraus; die geradezu besessen detailliert recherchierte Schwarte aus 400 Seiten größer DIN A4 ist jeden Cent Wert, 10.000 Exemplare wurden gedruckt.)
JAHRBÜCHER
Handbuch der Europäischen Eisen- und Stahlwerke 1960/1961 (antiq.)
Handbuch der Europäischen Eisen- und Stahlwerke 1993 (9. Auflage) (antiq.) Erste Ausgabe mit Informationen zu den Werken Osteuropas.
Statistisches Jahrbuch für die Eisen- und Stahlindustrie 1935 (antiq.) Lauter Zahlen.
IM ARCHIV
2008-02-02 Neu auf dem Bücherstapel (II)
2008-01-31 Neu auf dem Bücherstapel
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Guido Albers on Common Questions (I)
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Moritz on "Zwar haben einige Genossen die Dinge zu einseitig gesehen, aber ..."
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Pieterjan Lansbergen on Nothing better than a Hill Climb in the Morning
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at on Es muss schließlich alles seine Ordnung haben
at 2006-07-12 11:33