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Guy inside a gasometer
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In a section called The Engineer 150, the British science magazine The Engineer has published a collection of key articles of the last 150 years in PDF format. My favorite is the reproduction of a speech delivered by Henry Bessemer to the British Association in August 1856:
The manufacture of iron in this country has attained such an important position that any improvement in this branch of our national industry cannot fail to be a source of general interest, and will, I trust, be a sufficient excuse for the present brief, and I fear imperfect paper
... on his revolutionary invention that led to the transition from manual (low quantity) steelmaking in puddling furances to industrialized (high quantity) steelmaking in converter vessels:
I constructed a cylindrical vessel of three feet in diameter, and five feet in height, somewhat like an ordinary cupola furnace, the interior of which is lined with fire bricks, and at about two inches from the bottom of it, I insert five tuyère pipes, the nozzles of which are formed of well-burnt fire clay, the orifice of each tuyère being about three-eights of an inch in diameter. [...] The vessel will then be in readiness to commence work, and may be so continued without any use of fuel until the brick lining in the course of time becomes worn away and a new lining is required.
It delivered the daily output of a puddling furnace within 20 minutes.
In 1875, British inventor Sidney Gilchrist Thomas introduced a different lining for Bessemer vessels that finally allowed for the use of high phosphorus iron - steelmaking on the continent set off, the "basic process", as Thomas called it (Thomasstahl in German), has dominated the industry for 90 years. Then, VOEST-ALPINE added the top-blow oxygen lance and scrap metal charging to the equation - the resulting "basic oxygen process" (LD-Verfahren in German) and its derivates are dominant to this day, no end in sight. Today, combined blowing from both the top and the bottom, charge weights of up to 400 tons and processing times of about 40 minutes per charge are common.
Example of German postwar industrial design
Here is a detail that will give quite some headaches to curators and monument conservators: even with some experience in (re)discovering forgotten places, it is much easier to find well-preserved stone blast furnaces out in the wild, carbochemicals plants left for decades (go to Recklinghausen) or Art Deco factory buildings in absolutely mint condition free of contemporary over-enthusiastic renovations (go to Iserlohn) than, let's say, a signature 1970ies factory office interior in original condition. Some epochs of postwar architecture and (commodity) design have been eradicated so thoroughly that hardly any samples are left. I've got a few things in the queue - let's hope I'll make it there before the demolition teams arrive.
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Wirklich. Köln oder Dingolfing ist halt doch 'was anderes. Also lieber wieder Dingolfing.
... quite well at such a close distance. The shown part of the stainless steel billet has just passed the roughing mill. I took this one on one of my very first photo visits to a steel works, so it is filed under "rather poor craft, but I like it".
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I
Bundespräsident Köhler hat das Gesetz zur Privatisierung der Flugsicherheit nicht unterzeichnet und damit die wohl wichtigste Entscheidung seiner bisherigen Amtszeit getroffen. Prantl schreibt in der SZ Köhler wendet sich gegen den Ausverkauf der Staatlichkeit und führt aus:
Es geht nicht nur um die Flugsicherung; die ist nur der Anlass; es geht um viel mehr, nämlich um den Kern der Staatlichkeit des Staates: Wie viel von seiner Hoheit darf er, der Staat, auf Private übertragen? [...] Darf es sein, dass sich der Staat auf diese Weise freizeichnet von seiner Verantwortung? Kann er sich, aus Kostengründen, herausschleichen aus den Aufgaben, die für den Bürger essentiell und existentiell sind? Und wenn es geht, welche Regeln gelten dabei – und wo ist die Grenze? [...] Wofür steht der Staat noch, wenn er die Aufgaben weggibt, die seine Substanz ausmachen? Anders formuliert: Darf der Striptease der Staatlichkeit bis zur Selbstverstümmelung gehen, so weit, dass der Staat nicht nur Kleider ablegt, sondern sich ein Bein amputiert?
Zeit für die Politik also, sich mit diesen Grundfragen zu beschäftigen. Den Reporterkollegen von der FTP passt das natürlich gar nicht in den Kram: sie sehen die Sache als Kein Drama - aber mehr als eine Panne, kommen zu ihrem Punkt ("dem Bund entgehen in diesem Jahr 1 Mrd. Euro an Privatisierungserlösen") und halten sich mit Grundsätzlichkeiten nicht lange auf ("Die Privatisierung wird aller Voraussicht nach ein Jahr später stattfinden als geplant.") Dafür bringt man ein Portrait von Friedrich Schoch: Köhlers Ideengeber und einen lesenswerten Leserkommentar (von Arnulf Nortmann, ganz unten auf der Seite).
II
Die Telekom will rund 45.000 Mitarbeiter der Festnetzsparte T-Com in neue Einheiten für den Kundenservice zusammenfassen und niedriger als bisher bezahlen, berichtet ebenfalls die FTD:
Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer forderte für den Erhalt der Arbeitsplätze allerdings Zugeständnisse beim Gehalt. Der rasante technische Wandel, die sich ausweitende Regulierung [sic!] und die überproportional hohen Personalkosten machten es "künftig im Inland unmöglich, die gleiche Zahl von Mitarbeitern bei unveränderten Konditionen wirtschaftlich zu beschäftigen", sagte Klinkhammer. [...] "Über 2008 hinaus ist kein weiteres Personalabbauprogramm geplant." Allerdings seien für den Erhalt der Arbeitsplätze im Service-Bereich "substanzielle Beiträge der Arbeitnehmerseite" erforderlich
Das Charmante an der Unternehmensführung der Mangentafirma ist ja, daß sie stets und ständig so tut, als stünde der Kollaps unmittelbar bevor und wäre nur abzuwenden, wenn sich die Mitarbeiter auf den mittleren, unteren und untersten Ebenen auf der Stelle zwei Finger abhacken. Schafft eine ganz prima Atmosphäre.
Im Service- und Call-Center-Bereich etwa lägen die marktüblichen Vergütungen zwischen 30 und 50 Prozent unter den Telekom-Gehältern, rechnete der Personalvorstand vor. "Wir können die betroffenen Arbeitsplätze nur dann langfristig sichern, wenn es uns gelingt, die Arbeits- und Entgeltsysteme konsequent am Marktniveau auszurichten."
Da trifft es sich doch, daß das T in relativ großem Maßstab externe Callcenter unter Vertag hat: die sind schon per se billiger, da sich die Mitarbeiter dort weitgehend privilegienfrei von einem befristeten Vertrag mit kurzer Laufzeit zum nächsten hangeln, und dort hat man tw. schon vor einer Weile kräftige Lohnkürzungen bzw. Verlängerungen der Arbeitszeit erzwungen, so daß die jetzt einen prima Benchmark darstellen - traue keinen Vergleichszahlen, die du nicht selbst induziert hast.
Zweckfreie Feststellung des Tages: Kakao ist ein prima Abdeckpulver für Cappuccino, Milchkaffee und ähnliche Heißgetränke. Das Pulver einfach flächendeckend auf die Schaumkrone streuen, und das Getränk wird und wird nicht kalt. Rührt man den Kakao nach sagen wir zehn Minuten unter, dampft es aus der Tasse als sei das Getränk frisch aufgebrüht. Klappt in Gießereien genauso. Dort streut man nach dem Guss exothermes Abdeckpulver wie beispielweise FERRUX auf die Speiser, also die Einfüllstutzen der Gussform, und das Pulver bildet auf dem flüssigen Metall eine wärmeisolierende Schicht wie der angeschmolzene Kakao mit dem lufthaltigen Schaumisolator auf unserem Cappuccino: das Getränk bleibt länger warm, das Gußstück kühlt gleichmäßiger aus.
(Für den Kaffeeversuch am Besten ein hohes schmales Latte Macciato-Glas nehmen.)
Qualität ist die Abwesenheit reflexhafter Antworten.
Ulrich Reitz, WAZ-Chefredakteur
Wird zwar gerade bei der WAZ nicht unbedingt praktiziert, stimmt allgemein aber trotzdem.
[via Thomas Knüwer]
Maschinenfabrik Kyffhäuserhütte Artern, Artern/Unstrut, Thuringia, Germany. Former maker of separators, purifiers and similiar equipment for agricultural and naval use. Torn down except for the most representative structure shown here and some secondary buildings. The logotype is comprised of the three letters KHA (K left, H right, A center) for Kyffhäuserhütte Artern.
With both major employers shut down after the German unification, the city with a population of 6,300 ranked so high in unemployment statistics that in 2003, it was picked by the Endemol TV company for a Big Brother-like unemployment reality TV show. It's name: Artern - Stadt der Träume, Artern - The City of Dreams. Today the city is betting on more respectable means of business development again, and there are 500 new jobs in the city's new industrial area already - some of them at a new sheet metal pressing plant for the automotive industry.
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Small paper envelope as used by laboratories for handling material samples. 90 x 134 mm (closed lid) /145 mm (open lid). Unknown date (1977?). Source: VEB Mansfeld Hütten-Kombinat "Wilhelm Pieck", Lutherstadt Eisleben.
Da kam fototechnisch in letzter Zeit einiges zusammen. Die Themen auszugsweise:
Zu den Fotos natürlich jede Menge Eindrücke, meist Weblinks, Literatur und historische Quellen, oft Belege, wenn es sich ergibt Unterhaltungen mit Eingeborenen. Kurz: jede Menge Material. Die Frage nach adäquater Aufbereitung und wie die aussieht stellt sich also zusehends. Klar ist schon, daß meine Fotowebsite künftig mehr Text enthalten oder durch ein Wiki ergänzt werden und zweisprachig sein wird.
Zweiter Tag meiner kleinen Erkundung der roten Mansfeld: Auf das erste noch aus DDR-Zeiten stammende Papier stoße ich auf der Schachtanlage Fortschritt. Es ist das Verfassungsgesetz zur deutschen Einheit.
Un ensemble de sculptures réalisées par Bruno Maillard:
40 ans au Service du Client - Sollac Atlantique Groupe Arcelor 1963-2003
Dunkerque, France, August 2006
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Toller Kalender für kleines Geld. Kürzlich betrachtet und für gut empfunden.
Fritz Vahrenholt - Chemiker, Windkraftanlagenbauer, Nachhaltigkeitsberater der Bundesregierung, ex-Umweltsenator und ex-Shell-Chef - ist ein sachlicher Mensch. Keiner, der grundlegende Fragen wie die der Enegieversorgung nach politischen Launen beantworten würde. Folglich sieht er eine Reihe von Dingen ziemlich klar. Das muss jetzt nur noch bei den Entscheidungsträgern ankommen.
Eine der Schönheiten alter Bücher ist ja, daß rückblickend sogar die scheinbar trockensten Exemplare voller Zeitgeist sind. In "10000 medizinische Fachausdrücke mit Erläuterungen", einem Büchlein von Dr. Kuehl und Dr. Ludwig aus dem Jahr 1950, das mir zufällig in die Hände gefallen ist, gibt es auf Seite 83 gleich zwei Beispiele in einer Spalte:
Krenotherapie: Anwendung w. Mineralquelle
Kreptation: knisterndes Gefühl beim Aneinanderreib. rauher Flächen
Kretin: Idiot
Kretinismus Idiotie, Schilddrüsenunterfunktion
Kretinoid: kretinähnlich
Kriebelkrankheit: Ergotismus
Kriegsnephritis: Glomerulonephritis infolge Durchnässung
Krikotomie: Durchschneidg. des Ringknorpels
Kriminell: verbrecherisch
Krimineller Abort: künstlich. Fruchtabtreibung
Flick, das heißt ein Imperium aus Stahl- und Hüttenwerken (z.B. Maxhütte), Feldmühle-Papierfabriken, Dynamit Nobel und Anteilen an Damiler Benz. Flick, das heißt eine ziemlich schillerende Affäre um politische Landschaftspflege und eine anstehende Steuerzahlung von einer Miliarde Mark. Friedrich Karl Flick ist jetzt tot. Die Parole "Enteignet Flick!" auf der Autobahnbrücke über die A40/B1 auf einem stark befahrenen Abschnitt mitten im Ruhrgebiet, auf der Brücke, über die Koks von der Kokerei Carolinenglück auf der einen zu den Hochöfen des Hüttenwerks Bochumer Verein auf der anderen Straßenseite gebraucht wurde, die Parole wird weiterhin so absichtlich-dürftig übertüncht bleiben, daß sie jeder Vorbeikommende klar und deutlich lesen kann.
Ich bin zwar schon lange Genion-Kunde, aber bisher habe ich es mir eines nie angeschaut: das O2 Communication Center, das zu jedem O2-Laufzeitvertrag gehört. Die Kurzfassung: eine SyncML-basierte Lösung zur Synchronisierung von Kontakten, Terminen, Aufgaben und Notizen zwischen einem oder mehreren Mobiltelefonen, dem Web und optional Outlook oder Outlook Express - und zwar kostenlos. Umzug von Daten von altem aufs neue Handy? Telefonbuchbackup und -pflege? Alles Over the Air. Clevere Geschichte, zumal der Telefonbuchumzug ja gerade bei weniger versierten Kunden oft so eine Sache ist. Hier braucht man das Telefon nichtmals mit dem PC zu verbinden. Zügig ist es auch, 228 Kontakte von Telefon zum PC haben im Test nur einen kurzen Moment gebraucht. Zudem ist, weniger interessant, eine rudimentäre E-Mail-Lösung (20 MB Speicherplatz, keine Anhänge) enthalten. Nutzung des telefoninternen POP-Clients kostet extra, Mailen per WAP kostet per Surf-and-Mail-Pack pauschal fünf Euro im Monat.
I am selecting a new cell phone at the moment, and likely the Nokia E61 (Mobileburn review) will be my choice. Big battery, BlackBerry form factor with a big landscape format screen and QWERTZ keyboard, flat body, clean design, Symbian S60 3rd edition operating system, WLAN connectivity, pushmail support, well done web browser, decicated voicememo button, no camera - just what I want. Unfortunately, my provider O2 does not offer it at the moment, so I called to check if they will do so in the future. No, they won't. Likely because of the XDA cosmo to come - which has an ugly face, an ugly interface, a tiny battery and a Windows Mobile operating system (ok, it's using one USB mini connector for anything and isn't exactly unflat either, but that seems to be about it). Getting the E61 from another source or switching to a provider that has it (Hello, E-Plus) will help. If all else fails, there still is this alternative ;-) (Link fixed)